Nebel und Sonne, Schafe und Hochhäuser, und noch ein Teilnehmerrekord
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So eine Binneninsel hat ja ihre Eigenheiten. Zumal wenn es Europas größte ist. Auswärtige Teilnehmer am Wilhelmsburger Insellauf fuhren bei der Anfahrt auf die Insel zum Sportplatz Dratelnstraße aus der Sonne erst einmal in eine Nebelbank rein. Bei nur 1 Grad plus hätte man meinen können, der Winter wäre noch gar nicht zu Ende. Aber: "In einer Stunde löst sich der Nebel auf", hieß es unter Berufung auf Ortskundige, als frierende Läufer um 9:30 am Start standen. Die hatten sich weder durch Nebel noch durch Kälte abhalten lassen, und mehr als je zuvor waren gekommen - einmal mehr gab es bei der Traditionsveranstaltung einen Teilnehmerrekord:1662 traten an (mitsamt einer beachtlichen Gruppe Nachmelder). Und überhaupt: erfahrene Läufer wissen, dass es am besten läuft, wenn man vor dem Start noch ein bisschen friert. Apropos Erfahrung: Zum mittlerweile 31. Mal fand der Insellauf statt und ist damit einer der ältesten Hamburger Volksläufe. Zwei "antike" Transparente "Herzlich willkommen" und "Startkartenausgabe - Dextro Energen" zeugen davon - sie weisen den Weg zum Startbüro. Es hieß damals übrigens wirklich "Startkarten-Ausgabe" - die jetzt verwendeten kreditkartengroßen Transponder gibt´s noch nicht ganz so lange…
9:30 erfolgte der Startschuss zum Halbmarathon. Mit 480 Startern gab es auf dem Sportplatz schon einen merklichen Rückstau, der sich aber nach ein paar Engpässen schnell zerstreute. Das macht den Charme der Laufstrecke aus: Von dicht bebauten Hochhauslandschaften mit schmalen Fußgängerwegen entlang der Bahnstrecke geht es dann am Deich entlang – die breite Deichstraße ist für die Läufer abgesperrt und bietet tolle Aussicht - zumal sich, ganz wie vorhergesagt, der Nebel aufgelöst hatte und die Sonne rauskam. Hier, bei Lauf-km 5 und Deich-km 7,5, gab´s auch Zuschauer: eine große, freundlich interessierte Schafherde... die Halbmarathonläufer durften noch eine Weile weiter am Deich entlanglaufen, bis zur äußersten Südostspitze der Elbinsel. Für die Viertel-Marathonis ging´s wieder zurück in Richtung Start.
Nach nur 36:53 kam der erste Viertel-Marathoni ins Ziel: Abdellan Hamoureis. Der 19jährige war erst vor einer Woche niedersächsischer A-Jugend Landesmeister im 10 km Straßenlauf geworden. Nun legte er noch einen drauf und gewann ungefährdet mit gut einer Minute Vorsprung. Und auf dem Halbmarathon legte Oliver Wichmann aus dem Hamburger Betriebssport eine saubere 1:15:34 hin. Und während die Siegerehrung für den Viertelmarathon noch lief, kam die erste Frau im Halbmarathon ins Ziel: Britta Giesen (VfL Suderburg) war vier Minuten schneller als im Vorjahr, als sie noch auf dem zweiten Platz landete – und freute sich ausgelassen über ihren Erfolg. Und: die weiteren Siegerehrungen fanden dann bei strahlendem Sonnenschein statt – und um die Ecke beim Startbüro nahmen ein paar Läufer ein Apres-Race- Sonnenbad.
Die Ergebnisse 2011…
Wir sehen uns wieder beim 32. Insellauf am 15. April 2012!
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