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37. Wilhelmsburger Insellauf: Sommer, Sonne und eine Straßenbahn als Medaille

 

Vorzeitig hielt der Sommer im Wilhelmsburg Einzug – aber nur für diesen einen Tag des 37. Int. Wilhelmsburger Insellaufs. Wettkampf- und Picknickatmosphäre gleichzeitig! Fast hätte es sogar zu einem neuen Melderekord gereicht – um die 2500 waren erneut “reif für die Insel” und machten den Lauf damit zur wahrscheinlich teilnehmerstärksten Sportveranstaltung der Elbinsel. Ungefähr gleich viele Läufer wollten den Luna Center Elbinsel- Halbmarathon und den Inselzehner laufen (der den Viertelmarathon der Vorjahre ersetzt), und noch mehr den AURUBIS AG Schülerlauf. Reiner Sengstake, Begründer und “Urgestein” der Veranstaltung, gefiel das, und um 9:30 gab er den ersten Startschuss. Wie es denn so in frühen Jahren der Veranstaltung gewesen sei, wurde er zuvor noch gefragt: “So wie immer: beim Start geht’s los!” Eines war “damals” allerdings doch anders: gleich um die Ecke, in der Mengestraße, gab es die Endhaltestelle der Linie 11 der seit Jahrzehnten eingestellten Hamburger Straßenbahn. Zur Erinnerung daran war die diesjährige Finishermedaille mit einem Straßenbahnwagen geprägt. Prognose: hoher Nostalgiefaktor – der Sammlerwert wird überdurchschnittlich hoch werden. – Sprach’s und zog die Startpistole durch. Über 500 machten sich auf die Strecke, die, wie immer, die besten Seiten des Stadtteils zeigt – inclusive mehreren Deich- km. Ein paar bekannte Gesichter fehlten im Starterfeld, denn zeitgleich fanden in Hannover die Deutschen Halbmarathon- Meisterschafen statt. Gesehen wurde aber der Lokalmatador des Hamburger Südens Marcel Schlag (HNT, vormals LG HNF) und schon als Favorit gehandelt. Aber, so kann man sich irren: als erster überquerte Jean- Pierre de Lannoy in 1:15:29 (brutto) die Ziellinie  – inmitten einiger 10 km Läufer und ganz rechts im Zielkanal. Wohl deswegen wurde er, obwohl u.a. aus dem Hamburger Betriebssport als Seriensieger bekannt, glatt übersehen – sorry! Marcel Schlag folgte zwei Minuten später. Erste Frau wurde Katrin Grieger, Team “Legion of Pain” – hoffentlich war es nicht wirklich so schlimm! – in 1:28:08.

Auch die Sieger über 10 km – Patrick Schnetger und Wanda Nijholt, beide vereinlos – waren nicht als Favoriten gehandelt worden. Nicht einmal von ihnen selbst. Die ersten Angebote zum Vereinseintritt bekamen sie noch auf der Siegertribüne.

 

Die Treppchenplatzierungen (Bruttozeiten) – auf dem Podium wurden allerdings nicht nur die Plätze 1-3, sondern bis 6 geehrt:

Halbmarathon

Damen

  1. Katrin Grieger, Legion of Pain, 1:28:08
    2. Rebecca Koch, Team getFit, 1:33:57
    3. Wiebke Langer, Hamburger Sportclub e.V., 1:34:51

Herren

  1. Jean-Pierre de Lannoy, ProEnzym Tri Team Hamburg, 1:15:29
    2. Marcel Schlag, HNT Hamburg, 1:17:25
    3. Stephan Krakow, SSV Einheit Perleberg, 1:17:58

 

10 km

Damen

  1. Wanda Nijholt, Hamburg, 42:01
    2. Stephanie Brahms, LT TuS Aurich-Ost, 45:11
    3. Katharina Franke, Hamburg, 45:11

Herren

  1. Patrick Schnetger, Hamburg, 36:13
    2. David Lorbacher, LG Telis Finanz Regensburg, 36:54
    3. Andre Löher, TriFun Hennesee, 37:14

 

5 km

Damen

  1. Birte Nehlsen, Hamburger SV, 20:40
    2. Claudia Radßuweit, Laufen in Lübeck, 21:07
    3. Lena Toschke, AG Hamburg West, 21:22

Herren

  1. Brhane Gebrebrhan (ERI), 18:24
    2. Jamal Ibrahim (ERI), 18:26
    3. Volkmar Heiduck, SC Sperber, 18:30

Alle Ergebnisse sind online.

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